In Web 2.0
Di, 18 August 2009
von Sonia Infante Vázquez
Corporate Twittern - von zwitschernden Unternehmen
So schnell wie Blogs, Videoplattformen wie You Tube und Social Networks als Kommunikationskanäle von Unternehmen entdeckt wurden, so rasant haben diese auch die Micro Blogging Plattform Twitter für ihre Kommunikation eingesetzt.
Die 2006 von Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams gegründete Plattform wimmelt mittlerweile von Tweeds die Produkte bewerben, über Aktionen innerhalb des Unternehmens informieren oder einfach mehr oder weniger interessante Beiträge einstellen.
Alle Bereiche sind vertreten: von Transportunternehmen wie die Deutsche Bahn, die über Zugausfälle und Verspätungen twittert, über Medien wie Spiegel, FAZ und Co., die ihre aktuellsten Artikel dort als Tweets hinterlegen, zu Banken wie z.B. die GLS Bank, die über den Dienst z.B. Praktikanten suchen. Selbst ebay berichtet z.B. über Charity Auktionen, bei denen man TV-Rollen ersteigern kann.
Natürlich sind am Corporate Twittern auch Agenturen beteiligt und so twittert auch anyMOTION fleißig über interessante News rund um unsere Kunden und das Netz, wie wir bereits in unserem Blogeintrag "any goes Twitter" berichtet haben.
Twitter bietet Unternehmen eine schnelle, einfache und kostengünstige Möglichkeit mit ihren Kunden in einen offenen Dialog in Echtzeit zu treten. Nutzer können Fragen, Anregungen und Kritik direkt an den twitternden Mitarbeiter des Unternehmens stellen und erhalten eine präzise Antwort, die auf max. 140 Zeichen begrenzt ist. Im Gegenzug dazu erhält das Unternehmen Informationen darüber, was die Zielgruppe sich wünscht.
Neben dem Aspekt des Direct Marketing und des Recruiting (wie z.B. bei der GLS Bank) bietet sich das Micro Blogging aber auch für die interne Kommunikation mit den Kollegen an. Meetings können schnell terminlich festgelegt werden, Informationen kurz ausgetauscht oder auch ein Event in der Firma mitgeteilt werden.
Twitter bietet viele Möglichkeiten zur Kommunikation. Trotzdem sollten Tweeds nicht wahllos und unbedacht eingesetzt werden, da die Gefahr besteht etwas mitzuteilen, das ein falsches Bild des Unternehmens vermittelt.
Auch für einmalige, kurzfristige Kampagnen bietet sich der Dienst nicht an. Denn wie auch beim Bloggen gilt: auch innerhalb der Zwitschergemeinde muss man sich erst einen Namen machen.
Getaggt mit: Web 2.0, anyMOTION, twitter, Internet, marketing