In Games
Do, 26 August 2010
von Michael Schlinge
"Steuerbrüche" und "ernsthafte Spiele" für deutsche Entwickler – gamescom congress 2010
Dieses Jahr fand in Köln bereits zum zweiten Mal die „gamescom“, der inoffizielle Nachfolger der Leipziger „GamesConvention“, statt. Anlässlich eines für die Industrie so bedeutungsschwangeren Events wurde auch 2010 wieder im Rahmenprogramm der Messe der sogenannte „gamescom congress“ abgehalten. Hier debattierten Vertreter der Branche in Vorträgen und Podiumsdiskussionen einen Tag lang über die Entwicklung und Trends in der Spiele Industrie.
Diesmal standen die gesellschaftlichen Auswirkungen von Computerspielen im Mittelpunkt der Erörterung. Entsprechend vielfältig platzierten sich die verschiedenen Vorträge zum Thema. Anfangs, ganz der Natur solcher Diskurse, wurden eher wirtschaftliche Aspekte und Zahlenspielereien aneinandergereiht.
Getaggt mit: Vortrag, Medien, games, online games
Das Internet ist nach dem Fernsehen und der Zeitung das Werbemedium Nr. 3 in Deutschland. Über 16 Prozent aller Werbegelder werden Online investiert. Bei der diesjährigen ADC-Ausstellung in Frankfurt war von dieser Gewichtung allerdings wenig zu sehen oder zu spüren. In sechs solcher Vehikel konnte man sich die eingereichten und prämierten Online-Arbeiten ansehen. Das Online-Erlebnis war mehr als enttäuschend: Ohne Ton oder Kopfhörer, mit einer Maus auf einer viel zu schmalen Armlehne und der Bildschirm viel zu weit weg, als dass man etwas erkennen konnte. Und überhaupt fragt man sich, wie jemand auf die Idee kommen kann, Online-Arbeiten so zu präsentieren.
Die Situation in diesem Wägelchen war irgendwie lächerlich. Aus der Perspektive von Online-Produzenten erscheint es jedenfalls so, dass die kreative Elite aus Deutschland das Internet noch immer nicht so recht erst nimmt. Als ich Abends den Begriff "Ergänzungsmedium" im Radio hörte, dachte ich "genau so war's".
Im Oktober wird
Wir sind stolz, einen ganz besonderen neuen Auftraggeber gewonnen zu haben: